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Ortsgeschichte

     

Waffenrod-Hinterrod zählt heute 525 Einwohner und ist seit der 1993  durchgeführten Gebietsreform ein Ortsteil der Stadt Eisfeld. In Waffenrod-Hinterrod spielte die Landwirtschaft als Erwerbszweig eine nachgeordnete Rolle. Dafür waren verschiedene Gewerbe wie z.B. die Holzpferdschnitzerei stark ausgeprägt. Heute ist Waffenrod-Hinterrod bemüht, ein wirtschaftliches Standbein im Fremdenverkehr zu finden.  

 
Jüngere  Forschungen über urkundliche Ersterwähnungen von Orten in Thüringen haben ergeben, dass die Ersterwähnung für Waffenrod und Hinterrod in den Zeitraum 1332 bis 1340 einzuordnen ist. [Die nachfolgenden Auszüge liegen im Archiv des Eisfelder Schlosses vor.]

 
„Ich Siffrid von Eisfeld, ein Weppener, bekenne öffentlich in diesem gegenwärtigen Brief allen denen, die ihn sehen, hören oder lesen, dass ich mit gutem Willen, Katherin meiner ehelichen Wirtin und mit vereintem Mute unser beider Erbe haben verkauft für fünf Pfund Geldes in dem Dorf zu Woffenrode mit allen Rechten, als ich Sie inne gehabt habe, der geistlichen Frau Alheyde, der Abtissin und dem ganzen Kloster zu Veilsdorf  ewiglich zu besitzen um fünfzig Pfund Heller.
Die Zeugen Herr Johannes, der Kaplan zu Eisfeld; Diz von Vache, der frühere Vickar zu Eisfeld; Herr Cunrad von Lichtenburg (Ritter und Vogt zu Eisfeld); Apel Schenk, Dietrich Blieger und Heinrich Riegler und auch andere getreue Leute. Der Brief ist gegeben nach Gottes Geburt dreizehn hundert Jahr in dem zweiunddreisigstem Jahre an Sant Gregorien.“


Eine spätere Darstellung aus dem Jahre 1853 beschreibt die Orte Waffenrod und Hinterrod wie folgt:

Waffenrod

„(Waffenrod, 1332 Wolfenrod, 1528 Waffenroth, „Bufferod“), Dorf auf einer Hochfläche am Anfang des Augrundes (Weißa) zwischen der Leite und dem Leupel, 1 ½ St.NNO. von Eisfeld, wenn auch etwas eingebuchtet, doch hoch, rau und luftig gelegen, hat 5 Gemeinde- und 46 Wohnhäuser, 57 Fam., 248 Stück Vieh ( 165 Rinder, 38 Schweine, 22 Schafe, 23 Ziegen.).

Waffenrod hat kein Pferd und sind auch im ganzen Dorf nicht mehr als 6 Karrenpferde zu finden, so auf der Straße gehen und selten daheim anzutreffen. Das Feld wird mit Ochsen bearbeitet. Ein zweizeiliges  Langdorf mit gewöhnlichen mehrfach alten Waldhäusern. Seit 1820 hier eine mit Hinterrod gemeinschaftliche Schule. Vorher nach Crock geschult, wohin es pfarrt und begraben wird. Daher der Weg nach Crock  der Kirchsteig heißt. Die Flur, in 11 Güter und zwar wie Eicha nach Bändern geteilt, umfasst ca. 738 3/8 Ar. ( 400 Ar. Feld, 200 Ar. Wiesen und 138 3/8 Ar. Wald ). Der Boden Grauwacke, in den Mulden gutgründig, auf den Platten steinig mager. Man baut  meist Kartoffeln und Hafer, wenig Korn und Heu, aber schönen Flachs. Weberei, Wagnerarbeiten- Die hiesigen Kleinwagner verfertigten Schubkarren, welche die Neustädter in Ladungen ins Ausland schafften)  und etwas Landwirtschaft  sind Hauptnährquellen. Das Gemeindevermögen besteht fast ganz  in Waldung  (gegen 129 Ar.), worin jeder Einwohner Leseholzberechtigung hat. Der Abwurf des Gemeindegrundvermögens deckt alle Ausgaben der Gemeinde an Kirche, Schule, Gemeindeverwaltung, an Wegen und Stegen. Ungemessene Schafhaltung. Die Einwohner in Schaffen und Haushalten zu rühmen, doch lau im Kirchlichen und geringe Mittelleut.. 1666 hatte der Ort 29 bewohnte und 8 wüste Häuser mit 120 Seelen 
(8 Bauern und 5 Handwerker Merkwürdige Flurstriche: Hellgrund und Hellweg.“

 

Hinterrod

„(Hintenrod 1317, zum kalten Hasen, „kalt´n Hosen“),Dörfchen auf dem waffenröder  Plateau, am Anfang des Hirschbachs und hirschenbacher (hirschendorfer) Grundes,
1¼ St.NON von Eisfeld, 1/8 St. Von Waffenrod, kalt frei und fernsichtig (Banz und Staffelstein, die Rhön und der Thüringer Wald erkennbar) gelegen, hat 1 Gemeinde-haus, 21 Wohn- und 2 Werkhäuser, 28 Fam., 121 Einwohner, 133 Stück Vieh (87 Rinder, 27 Schweine, 17 Ziegen, 2 Schafe). Der  Ort schult (seit 1820) nach Waffenrod und pfarrt nach Crock, wohin er auch geschult war. Früher pfarrte und schulte er nach Hirschendorf. Häuser und Einwohner mehr gering und ärmlich, als wohlhäbig. Ein  Wirtshaus. Die Flur, ursprünglich aus 2 Gütern, das Thomasgut und Helkengut, bestehend, jetzt aber zerschnitten, umfasst 621 Ar. Die Schafhaltung zwar ungemessen, aber der Luftlage wegen gering. Die Bewohner  mühen sich redlich und leben einfach, ohne über das Mittelmäßige zu kommen. Etwas lau im kirchlichen Leben. Ihr früherer übler Ruf ist gehoben. Die Wohnhäuser sowie der größte Teil der Felder und Wiesen sind seither dem Kirchkasten zu Eisfeld lehnbar gewesen, offenbar in Folge einer Schenkung, denn 1317 besaß Conrad v. Eisfeld das halbe Dorf von den Grafen v. Henneberg zu Lehen. Vor dem 30Jährigen Kriege zählte der Ort 32 Häuser. 1631 am 2. Pfingsttage wurde derselbe ganz  abgebrannt und erst 1687 zum Teil wieder aufgebaut. 1) Nach dem Aufbau des Wirthshauses soll, so geht die Sage, der damalige Amtsschreiber Herzog als erster Gast dahin gekommen und Bier zu seinem mitgebrachten Stück  kalten Hasen verlangt und erhalten haben ,wovon das Wirthshaus „kalter Hase“ und sogar der Ort benannt worden sei. Um 1720 heißt der Ort immer noch die „Wüste“.“

Eine etwas andere Geschichte von der Namensgebung "kalt'n Hosen" ist auf einem Bild im Wohnhaus der Familie Löffler (einstiges Gasthaus zum "Kalten Hasen") mit nachfolgendem Text zu lesen:

"Die Alten erzählen, daß nach dem Wiederaufbau des im 30jähr. Krieg abgebrannten Hinterrod, der damalige Landesfürst und Herzog Ernst von Hildburghausen eine Landesinspektion unternahm. Er kam dabei auch in das Wirtshaus, welches da liegt an der Straße Eisfeld-Fehrenbach und bat, da er Hunger hatte um einen Imbiß. Der Wirt hatte nur kalten Hasenbraten in der Küche und dem Herzog schmeckte derselbe vortrefflich. Zur Erinnerung an den guten Braten gab er beim Abschied dem gastlichen Hause, daß bis dato noch keinen Namen hatte, den nun schon jahrhundert alten Namen "Zum kalten Hasen""

 

KaltenHasen   Bild im Haus der Familie Löffler

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Kirche

Die Besonderheit der 1928 fertig gestellten Kirche zu Waffenrod besteht aus ihrem einzigartigem Mauerwerk. Das kräftige Rot des in einem Steinbruch nahe Hinterrod gebrochenen Porphyrgesteines, ist einzigartig und wurde wild vermauert. Die Kirche dokumentiert somit eine inzwischen leider ausgestorbene alte Handwerkskunst.

       

 August 1928                                                        Mai 2004                                                          
 

Der Bau einer Kirche in Waffenrod wurde im Dezember 1927 beschlossen. Von der Grundsteinlegung am 17. Juni 1928 dauerte es nur knapp sieben Wochen bis zum Richtfest am 3. August. Am 1. Advent 1928 erfolgte bereits die Einweihung. Die Gesamtbaukosten der Kirche beliefen sich auf 40000 Reichsmark, wovon 8000 Reichsmark von den Bürgern von Waffenrod und Hinterrod aufgebracht wurden. Die Kirche wurde im neuromanischen Stil und mit einem großen Reiterturm errichtet.

 

 

 

  

 

Das Buntglasfenster über dem Altar gab den Impuls zur Namensgebung "Christuskirche".

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Holzpferdeschnitzerei, ein altes Handwerk unseres Ortes

Bedingt durch die geographischen Gegebenheiten spielte in den Bergdörfern Waffenrod und Hinterrod die Landwirtschaft stets eine untergeordnete Rolle. Der einzige Rohstoff der ausreichend zur Verfügung stand war Holz. So entwickelte sich zwangsweise das Handwerk der Holzschnitzerei. Speziell, und nur in diesen beiden Dörfern des oberen Waldgebietes, die Holzpferdeschnitzerei.

 

   

Herbert Kreußel (Hinterrod) in seiner Werkstatt

Heute gibt es im Ort nur noch zwei kleine Werkstätten, welche das alte Handwerk der Holzpferdeschnitzerei betreiben. Jedes Pferd ist von Hand  gedrechselt und geschnitzt. Jedes für sich ein einzigartiges Unikat.

weitere Fotos zum Sortiment

         

 

Die noch tätigen Holzschnitzer gewähren gerne interessierten Gästen Einblicke in ihren kleinen Werkstätten, und mit etwas Glück kann man sogar eines der Holzpferde käuflich erwerben.

 

 

Franz Vogt (Waffenrod) und seine Pferdegespanne

 

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Hotels und Gastzimmer

 

 

Name, Anschrift

Tel./Fax

Lage

Zimmer

Preis p.P./ÜF

INFO

Hotels

 

 

Berggasthof “Hartung”
98666 Waffenrod-Hinterrod
Dorfstraße 31

Telefon:
03686 / 300511
Telefax:
03686 / 300731

Hinterrod
zentral,
ruhig

?E (EH)
5D (DH)
2Z (ZH)
1S (SH)
8T (TH)

ab 29€

ab 39€

 

 

Gasthäuser & Pensionen

 

 

 

 

 

Pension “Lindner”
98666 Waffenrod-Hinterrod
Gemeindestraße 64

Telefon:
03686 / 309216

Waffenrod
Ortsrand,
ruhig

8D (DH)
2Z (ZH)
2T (TH)

18 - 20€
18 - 20€
18 - 20€

 

Gast./Pension “Lindenhof”
98666 Waffenrod-Hinterrod
Haupstraße 13

Telefon:
03686 / 309210

Waffenrod
zentral,
ruhig

1E (EH)
2D (DH)
2T (TH)

16 - 21€
16 - 21€
16 - 21€

 

Bergbaude
98666 Waffenrod-Hinterrod
Haupstraße 13

Telefon/Fax:
03686 / 300278

Hinterrod
 

 

 

 

Privatunterkünfte

 

 

 

 

Müller, Ingeborg
98666 Waffenrod
Stadtweg 5

Telefon:
03686 / 309391

ruhig

2D

22 - 32€

 

Ferienwohnungen / -häuser

 

 

 

 

 

Haus “Ursel”
98666 Waffenrod-Hinterrod
Blockhaus

Telefon:
09531
/ 1516

ruhig

3D (DX)
1G (DX)

nach Vereinb.

 

Wilhelm, Egon
98666 Waffenrod
Dorfstraße 12

Telefon:
03686 / 309277

ruhig,
zentral

6 Betten
1 Schlafr.
2 Wo/Schl.
Behindg.
(DU/WC)

20 - 35€
20 - 35€

 

 

 

 

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Sommerrodelbahn

Die Bergdörfer Waffenrod und Hinterrod (anerkannte Luftkurorte) bieten ihren Gästen Ruhe und Entspannung inmitten intakter Natur. Ein Besuch der Sommerrodelbahn, des Abenteuerspielplatzes und des Erlebnisgartens „Mystica“ macht vor allem den jüngeren Gästen viel Spaß.


    Abenteuerspielplatz

    Sommerrodelbahn

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